Filmkritik : Leibstandarte – My Honour was Loyalty (+Video)

Bereits seit längerem verbreitet sich der Trailer eines ungewöhnlichen Indipendent-Films im Netz. 

 Gibt es tatsächlich einen Film über die erste Waffen SS Division „Leibstandarte Adolf Hitler“ in hoher Qualität gedreht, von dem nicht gänzlich unbekannten Regisseur Alessandro Pepe,  der gleich in den ersten Sekunden verdeutlicht, dass er nichts von der üblichen Verteufelung der Waffen SS-Soldaten als Verbrecher hält?  Die spärlich verfügbaren Videos und Informationen im Netz schienen diesen Eindruck zu verdeutlichen und waren Motivation für die folgende Rezension eines recht ungewöhnlichen Filmes.

Als erstes fällt auf, dass der gesamte Film tatsächlich, so wie es die Trailer versprechen, in einer hohen Bildqualität gedreht wurde, wobei auch viel Sorgfalt auf historische Korrektheit der Uniformen und Fahrzeuge gelegt wurde. Belegt ist der ganze Film mit einem starken Kontrast, welcher für besonders starke Farben sorgt und einen intensiven Eindruck hinterlässt. Man merkt der Produktion zwar an, dass sie in Italien und mit italienischen Schauspielern gedreht wurde, da diese aber ihre Arbeit im Allgemeinen gut machen, ist es nicht weiter störend. 


Die Tonspur ist nahezu komplett in Deutsch, einzig die Anfangs- und Endszene sind in Englisch gehalten, wofür deutsche Untertitel angeboten werden. Auch die Kameraführung – oft ein Manko in kleinen Produktionen – ist bis auf ein – zwei kleine Stellen solide. Trotz des vergleichbaren geringen Budgets, das der Film als Indipendent Produktion hat, sind auch größere Gefechtszenen mit Panzern, Flugzeugen und reichlich Soldaten enthalten. Das die Explosionen an die eines Hollywood Streifens heranreichen, ist dabei aber natürlich nicht zu erwarten. Grundsätzlich liegt der Schwerpunkt des Filmes aber auch nicht auf actiongeladene Schlachtszenen, sondern auf der Geschichte des jungen Unterscharführers Ludwig Herkel und seiner Kameraden.

Dieser dient im Film ab 1943 erst an der Ost- und später an der Westfront des zweiten Weltkriegs in der Leibstandarte Adolf Hitler. Als anfangs glühender Nationalsozialist der gegen den Bolschewismus kämpft, kommen ihm im Laufe des Krieges vermehrt Zweifel an der Richtigkeit des Krieges. Schlüsselpunkt dafür sind neben den Verlusten seiner Einheit zwei Szenen – einmal eine, in der er versprengt von seiner Einheit auf einen Wehrmachtssoldaten spanischer Herkunft trifft, welcher ihm erzählt, dass Juden ermordet werden würden. Belastend für den Wehrmachtssoldaten ist dies vor allem, weil seine Frau eine Halbjüdin ist. Diese trifft Herkel auch bei einem späteren Heimaturlaub, kurz bevor sie von der Gestapo abgeholt wird. Beide Szenen wirken dabei krampfhaft in das ansonsten stimmige Filmgeschehen hineingedrängt und hinterlassen den Eindruck eines Fremdkörpers. 


Ob dies der Abwehr der ohnehin schon vorgeworfenen Propagandavorwürfe dient und als Verteidigung dagegen, dass der Film „rechtsradikal“ sei oder ob der Regisseur meinte, die unvermeidlichen Holocaust-Bezüge würden dem Film mehr Dramatik verleihen – wie reagiert der glühende SS-Soldat auf die Verbrechen, was macht sein Gewissen? – ist dabei nicht ersichtlich. Generell wirkt dieser Teil der Geschichte zu sehr nach dem Schema F, wie man es bereits aus genug Produktionen kennt. Allerdings sind dies auch die einzigen Szenen die man beanstanden kann. Ansonsten liefert der Film eine erfrischende, neue Betrachtungsweise – statt des hundertsten Propagandafilm der Marke Hollywood über tapfere Alliierte und böse Deutsche stehen hier die deutschen Soldaten, und auch noch die verfemtesten, im Mittelpunkt.

Im Allgemeinen darf man trotz dessen keinen politischen oder gar revisionistischen Film erwarten. An den großen Fragen der Geschichte über den zweiten Weltkrieg – Kriegsschuld, Präventivkrieg gegen die Sowjetunion, Kriegsverbrechen etc. – wird nicht herangegangen.  Es wird mehr versucht die SS-Männer als Menschen und Soldaten zu porträtieren und aus dem großen politischen Kontext herauszulösen. Dieses Narrativ der „Soldaten wie andere auch“ hat sicherlich in Teilen seine Berechtigung und wurde teils auch aus notwendigen Gründen nach dem Krieg von Veteranen ins Feld geführt, lässt aber schnell die einfachen Soldaten losgelöst von allen anderen Umständen als Opfer einer „verbrecherischen Führung“ erscheinen und dient damit auch nicht der historischen Realität. Immerhin vereinzelt kommen etwa bei der Unterhaltung über die Beweggründe in die Waffen SS einzutreten tiefere Betrachtungen zustande. 


Leider gelingt aber auch diese Darstellung nicht ganz, alle Charaktere bleiben mehr oder weniger farblos und hinterlassen ein eher flaches Bild. Insbesondere die Dialoge wissen nicht zu begeistern und sind das wohl größte Manko des Films. Sämtliche Sprecher wirken emotionslos und lassen jede Betonung vermissen. Was aber die Sprecher nicht können, kann die Musik. Die gesamte Spielzeit ist von passender und hochwertiger Musik untermalt, welche besondere in den Kampfszenen mehr Gewichtung erhält als die eigentliche Geräuschkulisse.

Größter Aufmerksamkeitsfaktor des Filmes ist aber neben der Geschichte des jungen Unterscharführers seine Botschaft. Diese beinhaltet neben der Darstellung der Soldaten als Menschen, dass auf beiden Seiten des Krieges Verbrechen geschahen (welche auch im Film gezeigt und thematisiert werden) und man nicht einseitig die eine Seite verurteilen und die andere glorifizieren darf. Er zeigt die SS-Soldaten als Idealisten, die für ihr Vaterland kämpfen und an die Richtigkeit ihres Tuns glauben, darüber hinaus aber normale junge Männer sind, die über Jahre Schlamm, Eis, Beschuss und das Sterben ihrer Kameraden zu ertragen haben. Dies gelingt ihm auch und ist ihm trotz der eingangs erwähnten Einwände hoch anzurechnen, da erstmals wirklich in filmischer Form eine Lanze für den deutschen Soldaten, insbesondere der Waffen SS, gebrochen wird. 


Dabei wird vor allem das Tabu der alliierten Kriegsverbrechen wie etwa Erschießungen von Gefangenen gebrochen und gezeigt, was für viele deutsche Soldaten grausames Schicksal war. Man versucht aufzuzeigen, dass  es auf beiden Seiten sowohl tapfere Soldaten als auch Verbrecher gegeben hat und wer das eine thematisiert auch das andere nennen muss. So heißt es in der Abschlussszene, welche aus den Tagebucheinträgen einer amerikanischen Frau bestehen, deren Mann sein Überleben dem Unterscharführer Herkel verdankt:
 
„Der Krieg dauerte nicht mehr lange. Die Soldaten realisierten, dass die Alliierten von allen Seiten kamen. Ihre Offensiven wurden immer stärker. Aber sie kämpften weiter. Manchmal konnten sie einen kleinen Hoffnungsschimmer sehen…Manchmal konnten sie nur warten. Warten auf das Leben…Warten auf den Tod. Selbst wenn wir für die Freiheit gegen ihre Tyrannei gekämpft haben, kämpften die Soldaten ums Überleben, für ihr Land. Viele von ihnen wollten keine erneute Niederlage sehen. Viele von ihnen hatten große Angst, die Feinde in ihren Dörfern und Häusern zu sehen. Aber sie mussten es tun, sie mussten da sein.  Beim Aufstehen mussten sie ihre Waffen halten und das beenden, was ihre Anführer angefangen hatten. Eine weitere Kugel, eine weitere Bombe..immer weiter rennen. Laufen…um das Leben zu fangen…Laufen…um einen weiteren Tag zu leben. Die Deutsche Führung wurde angeklagt, schreckliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben.  Aber wir lernen heute, dass diese Verbrechen von allen begangen wurden. Die, welche für diese Taten verantwortlich waren, wurden bestraft, wie sie es verdient haben. Aber wissen wir, ob die Schuldigen alleine in ihrer Armee waren? Sie wurden dazu gezwungen alles zu tun was sie konnten, anstatt nichts zu tun…Trauer, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung. Ihre Ehre hieß Treue. Während Generäle bereit waren, für ihren Führer zu sterben, waren die Soldaten bereit, für ihre Brüder und Kameraden zu sterben. Politiker sind oft im Unrecht. Aber Soldaten haben einen Eid auf ihr Land geschworen, so wie es mein Mann für seins tat. Sie kämpften bis zum bitteren Ende. Selbst als sie noch so jung waren, selbst als sie nur hoffen konnten, dass die nächste Bombe nicht ihr Haus traf. Wir wollen uns alle wohl dabei fühlen, das richtige in einer Situation getan zu haben. Aber wir kümmern uns nicht darum, ob es auch richtig ist, Atombomben auf Menschen abzuwerfen. Millionen starben, Millionen werden noch folgen. Und wir werden nichts dagegen unternehmen. Der Sieger schreibt die Geschichte. Sie sagen uns, was geschah. Sie sagen uns, wer die Bösen sind. Sie zeigen uns die Verbrechen der anderen Armeen. Sie können ihre verbergen. Wir urteilen zu oft über Dinge, von denen wir nichts verstehen. Wir suchen immer jemanden, um mit dem Finger auf ihn zu zeigen, weil es einfach ist. Aber ich kann niemals verleugnen, dass dank dieser bösen Deutschen Soldaten mein Mann noch am Leben ist. Ich werde meinen Kindern nicht beibringen, dass wir alle im Recht waren, aber ich werde ihnen zeigen, dass ich meine Augen öffnete und sah, dass sie nicht alle gleich waren.“

Nach dem Krieg kämpften hunderttausende Soldaten der Waffen SS um ihre Rehabilitierung, ihren Ruf und vor allem um das Andenken ihrer gefallenen Kameraden. Einer der vielen europäischen Freiwilligen, die an Deutschlands Seite gegen den Bolschewismus kämpften, war Leon Degrelle, der Anführer der belgischen Rexisten–Bewegung, der sich bei Kriegsausbruch freiwillig als einfacher Soldat für die Ostfront meldete und zum höchst dekorierten nicht-deutschen Soldaten der Waffen SS aufstieg. In seinem Buch „Denn der Hass stirbt…Erinnerungen eines europäischen Kriegsfreiwilligen“ äußerte  er sich über den Einsatz von ihm und seiner Kameraden wie folgt:
„Die Geschichte wägt das Verdienst der Menschen. Über alle irdischen Unvollkommenheiten hinweg hatten wir unsere Jugend rückhaltlos geopfert. Wir hatten für Europa, seinen Glauben und seine Kultur gekämpft. In Aufrichtigkeit und Opferbereitschaft waren wir bis zum Ende treu geblieben. Früher oder später muss Europa und die Welt die Gerechtigkeit unserer Sache und die Reinheit unserer Hingabe anerkennen. Denn der Hass stirbt…Aber alles Große ist ewig.“ 
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1: 55 h Spielzeit

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